So funktioniert das Large Scale Testing in Luxemburg

Das Programm des Large Scale Testing läuft bereits seit Mai 2020.

Seit Beginn der Massentests Mitte letzten Jahres konnten 1,65 Millionen PCR-Tests bei Einwohnern und Grenzgängern durchgeführt werden. Die Massentests werden auf Einladung angeboten. Die Teilnahme ist freiwillig und kostenlos.

Wöchentlich kostet das “Large Scale Testing” (LST) den Staat rund 2,2 Millionen Euro.

Mit dem Geld werden nicht nur die acht Teststationen im Land finanziert, sondern auch die Laboranalysen und die Übermittlung der Testergebnisse an die Getesteten, meist in einem Zeitraum von 24 bis 48 Stunden nach Probenentnahme.

Alle zwei Stunden werden Testproben von den Stationen in die Labore der Laboratoires Réunis in Junglinster gebracht, wo sie untersucht werden.

Die Zeit von der Einladung bis zum Resultat kann man in mehrere Phasen einteilen:

  • Empfang
  • Identifikations-Scan
  • Entnahme und Reinigung der Proben
  • Amplifikation
  • Resultat

Kommt ein Testergebnis positiv zurück, wird der Getestete zeitgleich mit dem Gesundheitsministerium benachrichtigt. Betroffene müssen ihre Kontakte angeben, die sich ihrerseits in die Isolation oder Quarantäne begeben müssen.

Seit Mai werden zusätzlich zu den üblichen Rachenabstrichen auch COVID-19-Antikörpertests mit getrockneten Blutstropfen (Dry Blood Spot - DBS) im Drive-in angeboten.

Die Analyse der Blutstropfen erlaubt nicht nur Rückschlüsse auf den aktuellen Infektionsstatus des Getesteten, sondern lässt auch eine Quantifizierung der Antikörper zu, die eine Person nach einer eventuellen Erkrankung oder einer Impfung in sich trägt. Die Methode ermöglicht es, eine Einschätzung über die Entwicklung einer Herdenimmunität in der Population abzugeben.

Die dritte Phase des “Large Scale Testing” dauert noch bis Mitte Juli an, mit einer möglichen Verlängerung bis in den September.

Dem Start einer vierten Phase müsste erneut die Chamber zustimmen.