Willkommen an Bord der A400M Atlas

Der Airbus A400M Atlas ist das einzige Transportflugzeug der luxemburgischen Armee.

Das Flugzeug, das sowohl die großherzoglichen Kokarden als auch einen Sioux-Kopf trägt, wird von der belgischen und der luxemburgischen Armee im 21. Geschwader des 15. Lufttransportflügels gemeinsam betrieben.

Der erste Flug fand am 14. April 2020 im Werk des europäischen Flugzeugherstellers in Sevilla statt.

Luxemburg hatte seit 1968 keine Luftstreitkräfte mehr, nachdem drei leichte Beobachtungsflugzeuge vom Typ Piper PA-18 Super Cub außer Dienst gestellt worden waren.

Mit einem Preis von über 197 Millionen Euro wurde das Flugzeug im Jahr 2003 von Luxemburg bestellt und im Oktober 2020 offiziell vorgestellt.

Die Seriennummer lautet MSN 104, da es sich um die 104. gebaute Maschine handelt.

Das luxemburgische Flugzeug wird die militärische Immatrikulationsnummer CT-01 tragen.

Sieben weitere Maschinen des gleichen Typs, die von Belgien in Auftrag gegeben wurden, werden die Nummer CT-02 bis 08 tragen und ebenfalls in Melsbroek stationiert sein.

Mit einer Länge von 45 Metern und einem Gewicht von 141 Tonnen kann der Airbus A400M bis zu 37 Tonnen Fracht befördern.

Das Flugzeug bietet Platz für acht kleine Panzer und zwei Hubschrauber oder 116 Fallschirmjäger. Es kann auch zwei gepanzerte Aufklärungsfahrzeuge vom Typ Dingo transportieren.

Die Reichweite hängt vom Gewicht ab: Bei voller Nutzlast sind es ca. 3.100 Kilometer, 4.500 Kilometer mit 30 Tonnen Zuladung und 6.400 Kilometer mit 20 Tonnen Fracht.

Angetrieben wird der Flieger von vier gegenläufig rotierenden Achtblatt-Propellern mit jeweils knapp 11.000 PS, die Höchstgeschwindigkeit beträgt je nach Flughöhe 750 bis 850 Kilometer pro Stunde.

Die A400M kann in einer Reiseflughöhe von 11.300 Meter fliegen und für Spezialoperationen auf bis zu 12.200 Meter aufsteigen.

Da das Flugzeug in großer Höhe fliegen kann, kann es Wetterstörungen und Turbulenzen in mittleren Höhen überfliegen, wodurch die Ermüdung von Besatzungen, Passagieren oder Truppen verringert wird.

Der Transporter kann auf Luftwaffenstützpunkten an vorderster Front, auf einem Gras- oder Sandstreifen landen.

Es gibt vier Luxemburger Piloten, die Teil der binationalen Flotte sind sowie zwei Lademeister.

Theoretisch reichen zwei Piloten aus, um den A400M zu fliegen, in der Praxis gibt es aber auch immer zwei Lademeister.

Gilles ist einer der vier luxemburgischen Piloten.

Er hat sein Basistraining absolviert und hat bislang vor allem das Vorgängermodell C-130 Hercules geflogen. Auch Maschinen dieses Typs sind in Melsbroek stationiert.

Das Flugzeug ist mit Selbstverteidigungssystemen zum Abwehren von Raketen- oder Flugzeugangriffen ausgestattet.

Laut Hersteller wäre es dank seiner Technologie "schwer zu finden, schwer zu treffen und schwer zu töten".